Wer wir sind und was wir tun!

MS bedeutet für viele Betroffene eine tiefgreifende Veränderung ihres Lebens. Die Betroffenen brauchen zur Bewältigung ihrer besonderen Situation Beratung und Betreuung wie auch eine Vertretung ihrer Interessen nach außen. Die DMSG hat sich die Erfüllung dieser Aufgaben sowohl auf  Bundes- als auch auf Landesebene zum Ziel gesetzt; sie ist zu beschreiben als Betreuungs-, Beratungs- wie auch Selbsthilfeorganisation für MS-Erkrankte; sie ist Interessen- und Fachverband.

Der hier vorzustellende eingetragene Verein führt den Namen"Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.". Er ist Mitglied der seit 1952 bestehenden Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. (Sitz: Hannover), auf deren Initiative er 1980 gegründet wurde.

Die Betreuung der MS-Erkrankten und Betroffenen in Nordrhein-Westfalen erfolgt durch Fachkräfte des Landesverbandes NRW in Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen und ehrenamtlich Tätigen vor Ort.

Der DMSG-Landesverband NRW e.V. hat z.Zt. ca. 100 DMSG-Gliederungen, etwa 7.200 Mitglieder, davon sind ca. 90% an Multiple Sklerose erkrankt. Der Landesvorstand wie der Landesrat, aber auch der Beirat der Kontaktkreise werden durch die Mitgliederversammlung für vier Jahre gewählt. Alle Gremiummitglieder sind ehrenamtlich tätig.

Die Landesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Düsseldorf. In ihr arbeiten ein Jurist, zwei Psychologinnen, eine Diplom-Sozialpädagogin, eine Diplompädagogin, eine Diplom-Sozialwissenschaftlerin, ein Kommunikationswissenschaftler sowie eine Reihe von Verwaltungsfachangestellten. Einige DMSG-Gliederungen (z.B. in Duisburg, Düsseldorf, Köln, Krefeld und Münster) verfügen ebenfalls über hauptamtliche Mitarbeiter, die mit Rat und Tat bei Fragen zur Verfügung stehen.

Vorrangige Aufgaben der hauptamtlichen Mitarbeiter sind:

  • Beratung der Betroffenen und ihrer Angehörigen über Ursachen, Symptome, Folgen und Therapien bei MS
  • Beratung und Unterstützung bei der Hilfsmittelversorgung und bei der behindertengerechten Gestaltung von Wohnung, Arbeitsplatz und Fahrzeug
  • Persönliche Hilfe, Unterstützung im Alltag
  • Mobilitätshilfen einschließlich Behindertenfahrdienste
  • Hilfe zur Eingliederung ins Arbeitsleben
  • Hilfe beim Aufbau von Lebensgrundlagen und zur Überwindung sozialer Schwierigkeiten
  • Juristische Beratung der Mitglieder bzgl. des Vorgehens in krankheitsrelevanten Rechtsfragen
  • Psychologische Beratung (bis hin zur Krisenintervention) zur Förderung der Krankheitsbewältigung und zur psychischen Stabilisierung

Über diese individuellen Beratungsaufgaben hinaus zeigt sich der DMSG Landesverband auch durch die Förderung von verschiedensten Projekten (z.B. die Ausbildung von Betroffenen-Beratern)  und örtlichen Angeboten (z.B. MS-Sport, Rollstuhlmobilitätstraining,  ADAC-Sicherheitstraining) als moderne Behinderten- und Betreuungsorganisation.

Die tatkräftig arbeitenden örtlichen Organisationen zur Selbsthilfe werden durch die DMSG unterstützt, hier handelt es sich z.B.  um finanzielle, rechtliche und organisatorische Hilfen.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft hat zum Ziel, durch Informationen möglicherweise bestehende Vorbehalte abzubauen und somit die soziale Integration MS-Betroffener zu erleichtern.

Die organisierte Selbsthilfe erreicht u.a., dass heute

  • die Diagnose im Austausch mit anderen verarbeitet werden kann
  • Verarbeitungsstrategien reflektiert und ggf. konstruktiv verändert werden können 
  • die Leistungen des Sozialsystems zur Bewältigung der Erkrankung eingesetzt werden können
  • die Öffentlichkeit besser über MS informiert wird
  • die eigenen Fähigkeiten neu entdeckt und trainiert werden können

Zusammenfassend kann als Zweck und Ziel des DMSG LV NRW definiert werden, den MS-Erkrankten zu helfen, die Folgen der Krankheit auf verschiedenen Ebenen zu bewältigen, damit sie trotz Behinderung ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können, die Erforschung der Krankheit Multiple Sklerose zu unterstützen und die Interessen der MS-Erkrankten gesellschaftspolitisch zu vertreten.